„Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes“ ist ein Dokumentarfilm über die Ausnahmetänzerin und international bekannte senegalesische Choreografin Germaine Acogny. Der zweite Langfilm von Greta-Marie Becker zeichnet ein kraftvolles Porträt dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die international für ihr Engagement, ihre Lehre und ihre Bühnenpräsenz gefeiert wird. 

Die Karriere der „Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes“ begann, als der Dichter und Staatsmann Léopold Sédar Senghor mit seiner radikalen Kulturpolitik den Senegal zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Afrika machen wollte. Als erster Präsident nach der Unabhängigkeit des Landes (1960) gründete er 1977 gemeinsam mit dem französischen Star-Choreografen Maurice Béjart das Nationale Tanzinstitut Mudra Afrique. Mit Anfang 30 wurde Germaine Acogny die erste künstlerische Leiterin des wegweisenden Tanzinstituts. 

Nach Jahren auf den internationalen Bühnen ist Acogny in den Senegal zurückgekehrt. Gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann Helmut Vogt hat sie seit Ende der 1990er Jahre eine der wichtigsten Schulen für zeitgenössischen Tanz aufgebaut: L'École des Sables. 

An der École des Sables unterrichten neben Acogny selbst international renommierte Künstler*innen wie Alesandra Seutin, Ko-Choreografin von „UNTIL THE BEGINNINGS“. Der Film begleitet zudem Tänzer*innen und Musiker*innen aus dieser Produktion sowie aus „Reparation Nation“ und macht so sichtbar, wie Acognys künstlerisches Erbe in der nächsten Generation weiterlebt. 

Deutschlandweiter Kinostart: 28. Mai 2026