
Bündnis internationaler Produktionshäuser
Das Bündnis internationaler Produktionshäuser hat sich 2015 als Zusammenschluss der sieben wichtigsten Produktions- und Präsentationsorte für die frei produzierenden zeitgenössischen darstellenden Künste in Deutschland gegründet: FFT Forum Freies Theater (Düsseldorf), HAU Hebbel am Ufer (Berlin), HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Kampnagel Zentrum für schönere Künste (Hamburg), Künstler*innenhaus Mousonturm (Frankfurt a. M.), PACT Zollverein (Essen) und tanzhaus nrw (Düsseldorf). Gegründet als Häuser ohne feste Ensembles sind sie heute die bedeutendsten Ankerinstitutionen für die frei produzierenden darstellenden Künste in ihren Regionen sowie die wichtigsten Partner für nationale und internationale (Ko-)Produktionen und Gastspiele. Das Spektrum der künstlerischen Produktion umfasst zeitgenössisches Theater, Tanz und Performance ebenso wie Musik, Diskurs und Projekte der bildenden Kunst.
Die Produktionshäuser realisieren gemeinsam über ihre bereits etablierten Programme und Praktiken hinaus besondere und teilweise mehrjährige künstlerische Vorhaben an ihren jeweiligen Standorten. Diese befassen sich mit dem ökonomischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Wandel der Städte und der Welt im 21. Jahrhundert, erforschen spielerisch die Zukunft von Gesellschaft, Theater, Tanz und Kunst und erproben beispielhaft Szenarien des Zusammenlebens. Darüber hinaus verbinden die Häuser ihre Kompetenzen bei der Weiterentwicklung avancierter Produktionsweisen im Bereich der performativen Kunst sowie ihre weitreichenden lokalen und internationalen Netzwerke enger als bisher miteinander. Bewährte Praktiken wie z.B. die Ermöglichung von Künstlerresidenzen, Auftragsarbeiten, Koproduktionen und ortsspezifischen Projektentwicklungen sowie die Stärkung, Vermittlung und überregionale wie internationale Sichtbarmachung künstlerischer Positionen und lokaler Kontexte werden in diesem dezentralen Modell von Zusammenarbeit zukunftsweisend weiterentwickelt und erweitert.
Im Bundeshaushalt 2026 ist das Bündnis internationaler Produktionshäuser nicht mehr vorgesehen. Damit hat ein erfolgreiches Kooperationsmodell für die Etablierung, Entwicklung und Internationalisierung der Freien Darstellenden Künste keine Unterstützung mehr in der Bundeskulturpolitik. Dank einer kooperativen Förderung durch den Fonds Darstellende Künste und durch Restmittel können wir im Jahr 2026 u.a. noch eine Ausgabe des Festivals Claiming Common Spaces realisieren. Die achte Ausgabe des jährlichen Festivalformats findet vom 10. - 12. September 2026 in Düsseldorf statt, ausgerichtet von den Produktionshäusern tanzhaus nrw und FFT Düsseldorf.
Wir sind überzeugt von der Notwendigkeit der bundesweiten Vernetzung als Bündnis internationaler Produktionshäuser und werden selbstverständlich auch weiterhin dafür Überzeugungsarbeit leisten, dass es wieder zu einer Förderung unserer Arbeit kommt.









