Weit denken, weil das Denkmal bereits steht. Gndin dur, kaj o monumento lace si kothe. 

Das Kunstwerk „9841“ Denkmals, das die Künstlergruppe BEWEGUNG NURR 2012 für den Sinto-Boxers Johann „Rukeli“ Trollmann auf dem Gelände am des Festspielhauses Hellerau erbaut hat, wird nach der Sanierung wieder eröffnet.

Die Verfolgung und Vernichtung der Roma* und Sinti* im Nationalsozialismus ist nahezu unsichtbar in dieser Stadt, in Europa. Gedenkstätten und Denkmäler mussten erkämpft werden, einige verfallen wieder. Das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti* und Roma* Europas soll einem Infrastrukturprojekt weichen. 

In Dresden steht mit dem Boxring 9841 eines der größeren Denkmäler in Deutschland, das an den Mord an den Sinti* und Roma* erinnert. Ausgehend von diesem Denkmal stellen wir Architekturen und Praxen des Erinnerns - die damit einhergehenden Kämpfe, Formen und Ästhetiken vor und verorten sie im Lokalen. 

Welche Ideen, Gedanken, Politiken und Widerstände braucht es für das Erinnern an die Verfolgung und Ermordung der Roma* und Sinti* in unserer Gegenwart? Das Programm sucht Antworten. 

Programm

18:00 Uhr

Eröffnung des Denkmals mit: 

  • Gjulner Sejdi, ROMANO SUMNAL - Roma und Sinti in Sachsen e.V.,
  • Carena Schlewitt, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Alekos Hofstetter, Künstlergruppe BEWEGUNG NURR

18:30 Uhr

Freiluftprogramm von Stefanie Busch (Künstlerin), Kathrin Krahl (Fachnetzwerk Antiziganismus/ Antiromaismus) und Spirit of Bayon Dresden mit Ausstellung, Siebdruck, Boxtraining, Hip-Hop, Audioinstallationen, Infomaterial.

20:00 Uhr

„I am what I am“, Dokumentarfilm (2026, 35 min, deutsche Sprache, R: Allegra Schneider, Anne Klopfer u.a.m.) Drei Generationen einer Sinti-Familie sprechen über ihre Erfahrungen mit Rassismus und die Verfolgungsgeschichte ihrer Familie. Mehr Infos hier.

Eine Veranstaltung von HELLERAU und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus Sachsen.

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