1985 gründeten Rainer A. Schmidt, Wolf Götz Richter und Ray Van Zeschau die Filmgruppe FESA („feige sau“) und organisierten ab 1986 unter konspirativen Bedingungen das erste unabhängige und illegale Dresdner Filmfest in einer Wohnung auf der Schweriner Straße. Die Filme der FESA waren meist surreal und setzten sich mit drastischen künstlerischen Mitteln kritisch mit gesellschaftlicher Unterdrückung, Umweltfragen und Militarisierung auseinander. 1988 gründeten Schmidt und Van Zeschau die Band Freunde der italienischen Oper (F.D.I.O.), die ihren Filmen einen eigenen Sound gab und Musik, Performance und Film eng miteinander verband. Legendär ist der Auftritt der Band in Wolfgang Engels „Faust“-Inszenierung von 1989 am Dresdner Staatsschauspiel, mit Ray Van Zeschau als Euphorion. 

Filme wie „Frustratorische Assoziationen 86“, der zur Ausstellungseröffnung „Leibesvisitation“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden 1991 für einen Eklat sorgte, wurden einem größeren Publikum erstmals wieder beim 25. International Shortfilm Festival Dresden sowie beim Sofia International Filmfestival 2025 präsentiert.  

Nach mehreren Auflösungen und Neugründungen, Konzertprojekten und Tourneen u.a. auch mit Bands wie DIE ART veröffentlichten die Freunde der italienischen Oper 2024 ihr Album „Kassandras Komplex“ mit einem ausverkauften Release-Konzert im Staatsschauspiel Dresden. Ihr neues Album „Angelus Luminis” werden sie in einem außergewöhnlichen Film-Musik-Projekt mit Gästen wie René Pape am 3. Oktober 2026 in HELLERAU erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. 

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