Noa Eshkol (1924–2007), israelische Tänzerin, Choreographin und Künstlerin ukrainisch-jüdischer Herkunft, entwickelte eine analytisch-geometrische Bewegungsschrift, die Tanz wie eine Partitur notierte. Katja Erfurth ist es Anliegen, sich in Partitur des Körpers mit Eshkols künstlerischem Weg auseinanderzusetzen, ihre Prinzipien zu erforschen und sie mit der eigenen tanzkünstlerischen Praxis zu verbinden.
Als Schülerin von Gret Palucca befasst sich Erfurth seit vielen Jahren mit Tanzhistorie, insbesondere mit Mary Wigman und ihrer Schule in Dresden, aus der Palucca hervorging. Deren Schülerin Tile Rössler wiederum lehrte nach 1933 in Tel Aviv und stellt das Bindeglied zu Noa Eshkol dar. Eshkol entwickelte die Ursprünge des Ausdruckstanzes mit dem unbedingten Interesse weiter, Tanz durch ein hochkomplexes Notationssystem zu verschriftlichen und umgekehrt diesem in Analyse und Reflektion zu folgen.
Biografie

Foto: Volker Metzler
Katja Erfurth erhielt ihre Tanzausbildung an der Palucca Schule Dresden. Ihr erstes Engagement führte sie an die Sächsische Staatsoper Dresden. Seit 1997 ist sie freiberuflich als Tänzerin, Choreographin und Pädagogin tätig. Sie ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Villa Wigman für Tanz und im Leitungsteam der villa\wigman tätig. 2020 erhielt Katja Erfurth den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden.
Cast & Credits
| Künstlerische Leitung, Choreographie & Tanz | Katja Erfurth |
| Tanz | Amit Abend, Seraphine Detscher, Helena Fernandino |
| Installation & Animation | Sabine Köhler |
| Violine | Florian Mayer |
| Komposition | Paul Ben-Haim, Helmut Oehring |
| Kostüme | Magdalene Buschbeck |
| Licht | Josia Werth |
| Künstlerische Beratung | Irene Sieben, Helmut Oehring |
Förderung
In Kooperation mit HELLERAU. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Programms TACHELES 2026 – Jüdisches Leben in Kunst und Kultur – und der Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz.





