
Gesichter in HELLERAU – Isabelle Zschömitzsch, #2 – 2026
In der Reihe „Gesichter“ stellen wir Menschen vor, die vor oder hinter den Kulissen von HELLERAU dafür sorgen, dass alles reibungslos funktioniert und sich unsere Gäste wohlfühlen.
Seit wann arbeitest du in HELLERAU und was sind deine Aufgaben?
Ich arbeite hier seit Juli 2021 als Leitung des Besucherservice. Meine drei Hauptaufgaben sind das Ticketing, die Betreuung des Besucherzentrums und die Abstimmung mit dem Einlasspersonal.
Beim Ticketing beispielsweise lege ich die Veranstaltungen im Ticketsystem an und definiere die Preise. Das geschieht in enger Abstimmung mit dem Kommunikations- und Programmteam sowie mit dem Kaufmännischen Direktor. Zum jeweiligen Vorverkaufsstart schalte ich die Veranstaltungen für den Verkauf frei. Darüber hinaus lege ich Ermäßigungen fest, stimme Kooperationen mit anderen Häusern ab, plane Ticketaktionen, werte Besucher*innenstatistiken aus und überprüfe Einnahmenabrechnungen.
Ansonsten kümmere ich mich um den Besucherservice im und sorge dafür, dass sich die Gäste sowie unsere treuen HELLERAU Card-Inhaber*innen bei uns gut betreut fühlen. Außerdem achte ich darauf, dass die Gäste gut über unser Haus und die Gartenstadt Hellerau informiert werden und an Führungen teilnehmen können, die der Deutsche Werkbund Sachsen e.V. anbietet.
Ein weiterer Bereich ist die Organisation des Einlasspersonals. Ich plane den Einsatz der Personen, die bei unseren Veranstaltungen den Einlass machen, die Abendkasse betreuen, die Garderobe entgegennehmen oder auf dem Parkplatz die Einweisung der Fahrzeuge übernehmen. Hier arbeiten wir eng mit unserem Dienstleister Power GmbH zusammen. Insgesamt sorge ich also dafür, dass sich unser Publikum in HELLERAU wohl fühlt und gern wiederkommt.
Aber du hast noch mehr Aufgaben, nämlich Veranstaltungsprotokoll und Tourismus. Was bedeutet das?
Zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel zu Spielzeit-oder Festivaleröffnungen und Premieren laden wir verschiedene Vertreter*innen aus Politik, Kultur und anderen Communities und Organisationen ein. Hier kümmere mich in Absprache mit der Leitung des Hauses um Fragen wie: Wer soll eingeladen werden? Sprechen wir die Person mit der richtigen Anrede an? Wie bekommen die eingeladenen Gäste ihre Tickets?
Tourismus ist die fünfte Säule meiner Arbeit, da geht es um die Frage, wie wir Tourist*innen auf HELLERAU neugierig und aufmerksam machen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir ganz viel Netzwerkarbeit leisten, uns mit anderen touristischen Akteur*innen treffen und gut vermitteln, was HELLERAU ist und wofür wir stehen. Es geht darum, HELLERAU touristisch so attraktiv zu gestalten, damit Tourist*innen in Dresden HELLERAU unbedingt besuchen wollen.
Welche besonderen Ereignisse oder Herausforderungen sind dir im Gedächtnis geblieben?
Ich erinnere mich gut an das erste Stück, das ich hier im Juli 2021 live gesehen habe: „Ghost Girls“ von Kristin Mente. Das ist für mich eines der besten Stücke, die ich hier erlebt habe. Spannend fand ich die Geschichte der Radium Girls, die vor ca. 100 Jahren in den USA ihren Anfang nahm. Und ich war beindruckt von der Umsetzung mit den Leuchtfarben und von der tänzerischen Leistung von Seraphina Detscher. Und als großes Projekt ist mir vor allem die Tanzplattform Deutschland 2026 dieses Jahr im März im Gedächtnis geblieben. Da habe ich zusammen mit Nicole Meier, die für die Akkreditierung der Professionals zuständig war, das gesamte Ticketing von fünf Häusern hier in Dresden gestemmt. Ansonsten mag ich unsere Teamausflüge sehr und die Veranstaltungen und Gartenfeste, die bei uns im Kulturgarten stattfinden. Und die große Eröffnung des Ostflügels im September 2025 war natürlich auch großartig.
Was magst du besonders an HELLERAU?
Die vielen verschiedenen Menschen, die zu den Veranstaltungen kommen. Ich mag es, wenn der Vorplatz Festivalcharakter hat und sich dort viele Menschen tummeln, in Liegestühlen sitzen und die Sonne genießen. Dann gehen sie rein, schauen sich ein Stück an, kommen wieder raus, trinken eine Limo oder was anderes, reden über das Stück. Das ist wirklich etwas Besonderes.
Und was wünschst du HELLERAU für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass HELLERAU weiterhin ein lebendiger Ort bleibt, offen für alle Generationen. Und auch, dass die Gartenstadt Hellerau als kulturelle Perle mit entschleunigendem Charakter bekannter wird, ohne dabei das Besondere zu verlieren.







