Nachdem sich die griechische Choreografin Lenio Kaklea mit „Αγρίμι“ (Fauve) in die Wälder vertieft hatte, richtet sie ihre Aufmerksamkeit nun in den Himmel. Zwei literarische Werke inspirierten Lenio Kakleas neueste Kreation: „Die Vögel“ von Aristophanes – zwei Menschen, verzweifelt an Krieg und Korruption, verlassen Athen auf der Suche nach einer idealen Welt – und „Les Guérillères“ von Monique Wittig, welches die hybriden Körper weiblicher Kämpferinnen beschreibt.
Wie würde ein choreografisches Werk aussehen, das den Vogel nicht als Objekt der Untersuchung oder Inspiration betrachtet, sondern die Dinge aus dessen Perspektive betrachtet? Lenio Kaklea und ihre fliegenden Tänzer*innen nehmen uns mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, wie Zugvögel, die Landesgrenzen überschreiten. Sind diese sich bewegenden Körper halb Mensch oder halb Vogel?
Das Stück basiert auf bioakustischen Aufnahmen, die Thierry Aubin für CNRS, Frankreichs größte staatliche Forschungsorganisation, eingefangen hat, und schafft so eine natürliche Klanglandschaft aus Vogelgesang, die das Publikum in eine hybride Welt eintauchen lässt. Aus der Vogelperspektive wirft sie einen scharfen Blick auf unsere Gesellschaft – eine Gesellschaft, in der sich Identität, Sichtbarkeit und Macht ständig verschieben. Lenio Kaklea schafft eine kraftvolle, visuelle Tanzperformance, die Körper und Ökologie mit der Welt verbindet, in der wir leben.
Biographie

Foto: Karen Paulina Biswell
Lenio Kaklea ist Tänzerin, Choreografin und Autorin. Sie studierte am Nationalen Konservatorium für zeitgenössischen Tanz in Athen (SSCD), bevor sie 2005 mit dem Pratsika-Stiftungspreis nach Frankreich zog, wo sie am Centre national de danse contemporaine (CNDC) in Angers (FAC) studierte. Seit 2009 entwickelt Lenio Kaklea choreografische Projekte unter Einsatz verschiedener Medien, darunter Tanz, Performance, Text und Film.
Cast & Credits
| Choreografie und Bühnenleitung | Lenio Kaklea |
| Aufgeführt von und entwickelt in Zusammenarbeit mit | Nefeli Asteriou, Liza Baliasnaja, Amanda Barrio Charmelo, Luisa Heilbron, Dimitri Mytilinaios, Raoul Rima, Jaeger Wilkinson |
| Text | Lou Forster nach „Les Guérilleres“ von Monique Wittig und „Les chimères“ von Gérard de Nerval |
| Tonkomposition und technische Leitung | Eric Yvelin |
| Bühne | Clio Boboti |
| Licht | Jean-Marc Ségalen |
| Kostüme | Olivier Mulin |
| Assistenz Bühnenbild | Angeliki Vassilopoulou-Kampitsi |
| Schneiderin | Angeliki Baltsaki |
| Wissenschaftliche Ansprechperson | Thierry Aubin, Director Acoustic Communication Team CNRS, Paris-Saclay University |
| Trapez Instructor | Christina Sougioultzi |
| Administration und Produktionsmanagement | Olivier Poujol |
| Vertrieb | Fanny Virelizier |
| Produktion | abd |
| Ko-Produktion | Biennale of Charleroi Dance/Choreographic Center of Wallonie and Bruxelles (BE), The Museum of Contemporary Art (MOCA) Los Angeles (US), Le festival d’automne (FR), CCN/Ballet de Lorraine (FR), Théâtre de la Vignette (FR), NEXT Festival (BE), CCN/Ballet National de Marseille (FR) |
Förderung
Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

















