Mit „TUNE BACK (time)“ setzt die go plastic company ihre künstlerische Auseinandersetzung mit emotionalen Zuständen fort und widmet sich Erinnerung und Nostalgie als Spiegel unserer Gegenwart. Nach „mind the rage” (2022) und „MELANCHOLIC MARATHON” (2023) entsteht eine choreografische Inszenierung zwischen Sehnsucht, Schwelgen und dem Wiederaufgreifen vergangener Bilder und Gefühle.
Ausgangspunkt ist die Ästhetik der sogenannten „Vaporwave“ – einer Internet- und Popkulturbewegung, die Bilder und Klänge vergangener Jahrzehnte neu zusammensetzt: alte Werbespots, frühe Computeroberflächen, Popmusikfragmente oder verlangsamte Sounds. Daraus entstehen traumartige Bildwelten zwischen Vergangenheit, Zukunftsvision und digitalem Alltag. Die Inszenierung lädt dazu ein, in ein atmosphärisches Universum einzutauchen, das zugleich vertraut und fremd wirkt.
Im Zentrum steht ein Quintett von Performer*innen. Ihre Körper werden zu Projektionsflächen und Echo-Räumen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Choreografie arbeitet mit Wiederholungen, Verschiebungen und fragmentierten Abläufen – wie digitale Loops oder Bildstörungen – und übersetzt virtuelle Ästhetiken in körperliche Präsenz. Auditives und choreografisches Material speist sich aus Collagen persönlicher Rückblicke, Popkultur und digitalen Archiven der 1980er- bis 2000er-Jahre. Sounds, Bilder und Bewegungen werden gesampelt, verfremdet und neu kombiniert. So entsteht ein bewegtes Archiv kollektiver Prägungen und die Frage danach, was wir bewahren, vergessen oder neu erfinden möchten.
Biografie

Foto: Stephan Floss
Die go plastic company ist ein künstlerisches Kollektiv, das sich diskursiv und interdisziplinär, mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes ausdrückt und visuelle Welten entstehen lässt, deren textile Facetten dem Modedesign entstammen. Als freischaffende Tanzcompagnie entwickelt go plastic seit knapp 15 Jahren in Kooperation mit unterschiedlichen Partner*innen interdisziplinäre Projekte und performative Formate.
Förderung
Eine Produktion der go plastic company in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER und HELLERAU.













